Inkasso

Forderungsakten auswerten und die nächste Vollstreckungsmaßnahme vorbereiten

Im Inkasso muss aus der Akte hervorgehen, wie hoch die Forderung heute ist, was schon versucht wurde und welcher Schritt jetzt sinnvoll ist. Das Agententeam liest neue Akten und Altakten aus, führt das Forderungskonto und bereitet die nächste Maßnahme vor, außergerichtlich, im Mahnverfahren und in der Zwangsvollstreckung. Sie entscheiden und geben frei.

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  • Daten in Deutschland
  • Nichts geht ohne Ihre Freigabe raus

Forderungsakten wachsen über Jahre

Titel, Kostenrechnungen, Schriftverkehr, Zahlungen und Auskünfte sammeln sich an, teils handschriftlich und mehrere hundert Seiten stark. Wer eine solche Akte übernimmt, braucht lange, um Forderung, Maßnahmen, Zahlungen und Adressen zusammenzutragen, bevor überhaupt etwas passiert. Oft stimmt das Forderungskonto nicht, weil Zinsen, Kosten und Teilzahlungen unterschiedlich geführt wurden. Maßnahmen werden doppelt oder gar nicht versucht, weil die Historie nicht greifbar ist.

Von der Akte zur nächsten Maßnahme

  1. 01
    Akte aufnehmen

    Neue Forderungen und eingescannte Altakten laden Sie hoch, auch sehr umfangreiche Akten oder einzelne Seitenbereiche.

    Heute
    Altakten Seite für Seite durchblättern
    Ergebnis
    Akte vollständig hochgeladen
  2. 02
    Akte lesen

    Das Team trennt die Dokumente und liest Forderung, Titel, Zinssatz, bisherige Maßnahmen, Zahlungen und Adressen aus, jeden Wert mit Fundstelle in der Akte.

    Heute
    Forderung, Titel und Zahlungen abtippen
    Ergebnis
    Jeder Wert mit Fundstelle in der Akte
  3. 03
    Forderungskonto aufbauen

    Hauptforderung, Kosten, Zinsen und Zahlungen werden nach §§ 366, 367 BGB oder in der Tilgungsreihenfolge Ihrer Kanzlei verrechnet, auch mit historischen Basiszinssätzen und DM-Beträgen.

    Heute
    Zinsen mit Tabellen von Hand rechnen
    Ergebnis
    Forderungskonto auf den Cent
  4. 04
    Prüfen

    Fehlen Angaben, fragt das Team nach. Sonderfälle wie den Tod des Schuldners kennzeichnet es.

    Heute
    Lücken erst beim nächsten Schritt bemerken
    Ergebnis
    Rückfragen und Sonderfälle markiert
  5. 05
    Maßnahme vorbereiten

    Das Team schlägt den nächsten Schritt vor und bereitet ihn vor, zum Beispiel den Vollstreckungsauftrag an den Gerichtsvollzieher.

    Heute
    Formular von Hand ausfüllen
    Ergebnis
    Vollstreckungsauftrag ausgefüllt, zur Freigabe
  6. 06
    Freigeben und nachhalten

    Nach Ihrer Freigabe überwacht das Team Fristen und Wiedervorlagen.

    Heute
    Wiedervorlagen im Kalender pflegen
    Ergebnis
    Fristen und Wiedervorlagen überwacht

Was sich in der Kanzlei ändert

Die Akte liegt ausgewertet vor

Forderung, Maßnahmen und Zahlungen sind erfasst, bevor jemand die Akte öffnet.

Ein nachvollziehbares Forderungskonto

Jede Position verweist auf ihren Beleg in der Akte.

Die Maßnahmenhistorie in zeitlicher Folge

Sie sehen, was bereits versucht wurde, und vermeiden doppelte Aufträge.

Fristen im Kalender

Wiedervorlagen und Erinnerungen werden eingetragen und nachgehalten.

Für Kanzleien und Inkassoabteilungen

  • Kanzleien, die Forderungen für Mandanten einziehen und vollstrecken.
  • Kanzleien mit großen Forderungsbeständen und Altakten auf Papier.
  • Inhaber von Forderungsportfolios mit angeschlossener Kanzlei, die titulierte Forderungen vollstrecken.

Was das Agententeam in der Forderungsakte übernimmt

Koordinierender Agent
  1. 01
    Akten einlesen und Dokumente trennen

    Auch umfangreiche und handschriftliche Akten werden per Texterkennung gelesen und in einzelne Dokumente getrennt.

  2. 02
    Titel und Forderung auslesen

    Hauptforderung, Zinssatz und Datum des Titels werden erfasst.

  3. 03
    Maßnahmenhistorie erstellen

    Pfändungen, Vermögensauskünfte und Adressermittlungen in zeitlicher Reihenfolge, getrennt von den Kostenrechnungen.

  4. 04
    Forderungskonto führen

    Hauptforderung, Kosten, Zinsen einschließlich Tageszinsen und historischer Basiszinssätze sowie Zahlungen.

  5. 05
    Belege zuordnen

    Jede Kostenposition wird mit dem passenden Nachweis verknüpft.

  6. 06
    Zahlungen zuordnen

    Kontoauszüge werden importiert und Zahlungen der richtigen Akte und Position zugewiesen. Sie werden ins Forderungskonto gebucht. Auf Wunsch bereitet das Team die Auskehrung an Mandanten per SEPA zur Freigabe vor.

  7. 07
    Anschrift prüfen

    Liegt die letzte Maßnahme lange zurück, schlägt das Team vor, zuerst die Anschrift zu klären.

  8. 08
    Sonderfälle erkennen

    Bei Tod des Schuldners, Insolvenz oder Restschuldbefreiung schlägt das Team den passenden Weg vor.

  9. 09
    Mahnverfahren vorbereiten

    Liegt noch kein Titel vor, entstehen Mahnschreiben und Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids als Entwurf.

  10. 10
    Nächste Maßnahme vorschlagen

    Das Team schlägt die Maßnahme vor und füllt den Vollstreckungsauftrag aus.

  11. 11
    Zuständigkeit ermitteln

    Das zuständige Vollstreckungsgericht und den Gerichtsvollzieher ermittelt das Team anhand der Anschrift des Schuldners.

  12. 12
    Fristen und Wiedervorlagen

    Sachstandsanfragen beim Gerichtsvollzieher und Akteneinsicht beim Gericht werden nachgehalten. Kommt eine Antwort früher, wird die Wiedervorlage vorgezogen.

  13. beA13
    Versand über das beA

    Anträge und Aufträge gehen nach Ihrer Freigabe über das beA hinaus.

  14. 14
    Weitere Formulare vorbereiten

    Zum Beispiel den Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses und den Antrag auf Abnahme der Vermögensauskunft.

  15. 15
    Auswertungen über den Bestand

    Sie sehen, welche Akten wirtschaftlich noch aktiv sind und wo die nächste Maßnahme ansteht.

Vorschriften und Rechengrundlagen, die das Team kennt

  • Das Vollstreckungsrecht der ZPO mit Pfändung, Vermögensauskunft und Pfändungs- und Überweisungsbeschluss.

  • Die Verjährung titulierter Forderungen nach § 197 BGB und die Verrechnung von Zahlungen nach §§ 366, 367 BGB oder nach der Tilgungsreihenfolge Ihrer Kanzlei.

  • Die historischen Basiszinssätze nach § 247 BGB.

  • Ihre Briefbögen, Textbausteine und Standardschreiben.

Wo Sie entscheiden

  • Die Lage

    Welche Maßnahme bei welcher Forderungshöhe wirtschaftlich sinnvoll ist.

  • Die Lage

    Wenn die Beteiligten wechseln, etwa durch Erben, Betreuer oder Rechtsnachfolger, oder wenn sich die Zuständigkeit des Gerichts ändert.

  • Die Lage

    Wenn das Forderungskonto nicht eindeutig ist, zum Beispiel bei einer abweichenden Tilgungsbestimmung.

  • Die Lage

    Wenn Handschrift oder Scan nicht lesbar sind.

    Was das Team tut

    Das Team markiert die Stelle und fragt nach.

Häufige Fragen

Weitere Fallgruppen

Sehen Sie eine Forderungsakte in rightflow.

In 30 Minuten zeigen wir Ihnen an einer echten Forderungsakte, wie das Agententeam sie auswertet und die nächste Maßnahme vorbereitet.