Forderungsakten auswerten und die nächste Vollstreckungsmaßnahme vorbereiten
Im Inkasso muss aus der Akte hervorgehen, wie hoch die Forderung heute ist, was schon versucht wurde und welcher Schritt jetzt sinnvoll ist. Das Agententeam liest neue Akten und Altakten aus, führt das Forderungskonto und bereitet die nächste Maßnahme vor, außergerichtlich, im Mahnverfahren und in der Zwangsvollstreckung. Sie entscheiden und geben frei.
- BRAO-konform
- Daten in Deutschland
- Nichts geht ohne Ihre Freigabe raus
- Bankkonto · 250,00 € eingegangen, Akte 0233 zugeordnet
- Verrechnet: Kosten, dann Zinsen, dann Hauptforderung
- Anschrift bestätigt, keine Insolvenz bekannt
- Zinsen bis heute tagesgenau berechnet
- Vollstreckungsauftrag ausgefüllt · wartet auf Sie
- Von Ihnen freigegeben · über beA eingereicht
Forderungsakten wachsen über Jahre
Titel, Kostenrechnungen, Schriftverkehr, Zahlungen und Auskünfte sammeln sich an, teils handschriftlich und mehrere hundert Seiten stark. Wer eine solche Akte übernimmt, braucht lange, um Forderung, Maßnahmen, Zahlungen und Adressen zusammenzutragen, bevor überhaupt etwas passiert. Oft stimmt das Forderungskonto nicht, weil Zinsen, Kosten und Teilzahlungen unterschiedlich geführt wurden. Maßnahmen werden doppelt oder gar nicht versucht, weil die Historie nicht greifbar ist.
Von der Akte zur nächsten Maßnahme
- 01Akte aufnehmen
Neue Forderungen und eingescannte Altakten laden Sie hoch, auch sehr umfangreiche Akten oder einzelne Seitenbereiche.
- Heute
- Altakten Seite für Seite durchblättern
- Ergebnis
- Akte vollständig hochgeladen
- 02Akte lesen
Das Team trennt die Dokumente und liest Forderung, Titel, Zinssatz, bisherige Maßnahmen, Zahlungen und Adressen aus, jeden Wert mit Fundstelle in der Akte.
- Heute
- Forderung, Titel und Zahlungen abtippen
- Ergebnis
- Jeder Wert mit Fundstelle in der Akte
- 03Forderungskonto aufbauen
Hauptforderung, Kosten, Zinsen und Zahlungen werden nach §§ 366, 367 BGB oder in der Tilgungsreihenfolge Ihrer Kanzlei verrechnet, auch mit historischen Basiszinssätzen und DM-Beträgen.
- Heute
- Zinsen mit Tabellen von Hand rechnen
- Ergebnis
- Forderungskonto auf den Cent
- 04Prüfen
Fehlen Angaben, fragt das Team nach. Sonderfälle wie den Tod des Schuldners kennzeichnet es.
- Heute
- Lücken erst beim nächsten Schritt bemerken
- Ergebnis
- Rückfragen und Sonderfälle markiert
- 05Maßnahme vorbereiten
Das Team schlägt den nächsten Schritt vor und bereitet ihn vor, zum Beispiel den Vollstreckungsauftrag an den Gerichtsvollzieher.
- Heute
- Formular von Hand ausfüllen
- Ergebnis
- Vollstreckungsauftrag ausgefüllt, zur Freigabe
- 06Freigeben und nachhalten
Nach Ihrer Freigabe überwacht das Team Fristen und Wiedervorlagen.
- Heute
- Wiedervorlagen im Kalender pflegen
- Ergebnis
- Fristen und Wiedervorlagen überwacht
Was sich in der Kanzlei ändert
Die Akte liegt ausgewertet vor
Forderung, Maßnahmen und Zahlungen sind erfasst, bevor jemand die Akte öffnet.
Ein nachvollziehbares Forderungskonto
Jede Position verweist auf ihren Beleg in der Akte.
Die Maßnahmenhistorie in zeitlicher Folge
Sie sehen, was bereits versucht wurde, und vermeiden doppelte Aufträge.
Fristen im Kalender
Wiedervorlagen und Erinnerungen werden eingetragen und nachgehalten.
Für Kanzleien und Inkassoabteilungen
- Kanzleien, die Forderungen für Mandanten einziehen und vollstrecken.
- Kanzleien mit großen Forderungsbeständen und Altakten auf Papier.
- Inhaber von Forderungsportfolios mit angeschlossener Kanzlei, die titulierte Forderungen vollstrecken.
Was das Agententeam in der Forderungsakte übernimmt
- 01Akten einlesen und Dokumente trennen
Auch umfangreiche und handschriftliche Akten werden per Texterkennung gelesen und in einzelne Dokumente getrennt.
- 02Titel und Forderung auslesen
Hauptforderung, Zinssatz und Datum des Titels werden erfasst.
- 03Maßnahmenhistorie erstellen
Pfändungen, Vermögensauskünfte und Adressermittlungen in zeitlicher Reihenfolge, getrennt von den Kostenrechnungen.
- 04Forderungskonto führen
Hauptforderung, Kosten, Zinsen einschließlich Tageszinsen und historischer Basiszinssätze sowie Zahlungen.
- 05Belege zuordnen
Jede Kostenposition wird mit dem passenden Nachweis verknüpft.
- 06Zahlungen zuordnen
Kontoauszüge werden importiert und Zahlungen der richtigen Akte und Position zugewiesen. Sie werden ins Forderungskonto gebucht. Auf Wunsch bereitet das Team die Auskehrung an Mandanten per SEPA zur Freigabe vor.
- 07Anschrift prüfen
Liegt die letzte Maßnahme lange zurück, schlägt das Team vor, zuerst die Anschrift zu klären.
- 08Sonderfälle erkennen
Bei Tod des Schuldners, Insolvenz oder Restschuldbefreiung schlägt das Team den passenden Weg vor.
- 09Mahnverfahren vorbereiten
Liegt noch kein Titel vor, entstehen Mahnschreiben und Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids als Entwurf.
- 10Nächste Maßnahme vorschlagen
Das Team schlägt die Maßnahme vor und füllt den Vollstreckungsauftrag aus.
- 11Zuständigkeit ermitteln
Das zuständige Vollstreckungsgericht und den Gerichtsvollzieher ermittelt das Team anhand der Anschrift des Schuldners.
- 12Fristen und Wiedervorlagen
Sachstandsanfragen beim Gerichtsvollzieher und Akteneinsicht beim Gericht werden nachgehalten. Kommt eine Antwort früher, wird die Wiedervorlage vorgezogen.
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Versand über das beAAnträge und Aufträge gehen nach Ihrer Freigabe über das beA hinaus.
- 14Weitere Formulare vorbereiten
Zum Beispiel den Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses und den Antrag auf Abnahme der Vermögensauskunft.
- 15Auswertungen über den Bestand
Sie sehen, welche Akten wirtschaftlich noch aktiv sind und wo die nächste Maßnahme ansteht.
Vorschriften und Rechengrundlagen, die das Team kennt
Das Vollstreckungsrecht der ZPO mit Pfändung, Vermögensauskunft und Pfändungs- und Überweisungsbeschluss.
Die Verjährung titulierter Forderungen nach § 197 BGB und die Verrechnung von Zahlungen nach §§ 366, 367 BGB oder nach der Tilgungsreihenfolge Ihrer Kanzlei.
Die historischen Basiszinssätze nach § 247 BGB.
Ihre Briefbögen, Textbausteine und Standardschreiben.
Wo Sie entscheiden
- Die Lage
Welche Maßnahme bei welcher Forderungshöhe wirtschaftlich sinnvoll ist.
- Die Lage
Wenn die Beteiligten wechseln, etwa durch Erben, Betreuer oder Rechtsnachfolger, oder wenn sich die Zuständigkeit des Gerichts ändert.
- Die Lage
Wenn das Forderungskonto nicht eindeutig ist, zum Beispiel bei einer abweichenden Tilgungsbestimmung.
- Die Lage
Wenn Handschrift oder Scan nicht lesbar sind.
Was das Team tutDas Team markiert die Stelle und fragt nach.
Häufige Fragen
Weitere Fallgruppen
Sehen Sie eine Forderungsakte in rightflow.
In 30 Minuten zeigen wir Ihnen an einer echten Forderungsakte, wie das Agententeam sie auswertet und die nächste Maßnahme vorbereitet.